Biographie

Kurzbiographie

Fritz Mauthner, geboren 1849 in Böhmen, verfasste zahlreiche Erzählungen,  Feuilletons und wurde insbesondere bekannt mit Parodien zeitgenössischer Schriftsteller. Sein Lehrer Ernst Mach inspirierte ihn zu erkenntnistheoretischen, speziell sprachkritischen Arbeiten. Die langjährige Freundschaft mit dem Anarchisten Gustav Landauer wurde im Ersten Weltkrieg schwer belastet, da Mauthner Propaganda-Artikel für den Krieg schrieb. Landauers Einsatz für die Revolution 1918 und für die Münchener Räterepublik versöhnte beide jedoch wieder.

Die letzen Jahre seines Lebens war Mauthner mit dem Verfassen seiner Geschichte des Atheismus befasst. Mauthner starb 1923 in Meersburg.

Zeittafel

 

1849 Geburt in Höschitz, Böhmen, Österreich-Ungarn
ca. 1855 Umzug der Familie nach Prag
1869 Ablegen der Maturitätsprüfung
1873 Arbeit in einer Kanzlei und Beginn der sprachkritischen Arbeiten
1873 Uraufführung seines Schauspiels Anna am deutschen Königlichen Theater
1876 Umzug nach Berlin
1878 Beginn der Veröffentlichungen von Parodien im Deutschen Montagsblatt
1878 Heirat mit der jüdischen Pianistin Jenny Ehrenberg
1880 Gründungsmitglied der Gesellschaft der Zwanglosen
1892 Beginn der Niederschrift seiner Beiträge zu einer Kritik der Sprache
1896 Tod seiner Frau Jenny Ehrenberg
1901-1902 Veröffentlichung seiner Beiträge zu einer Kritik der Sprache
1905 Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln zur Linderung seiner Depressionen
1907 Mauthner begegnet Hedwig Luitgardis Silles O'Cunningham
1909 Umzug nach Meersburg am Bodensee und Heirat
1914 Auseinandersetzungen mit seinem Freund Gustav Landauer wegen Mauthners Befürwortung des Krieges
1920-1923 Mauthner verfasst das Werk Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande
1923 Mauthner stirbt in Meersburg am Bodensee