Das Werk

Das Werk

Fritz Mauthner

Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande

Hrsg. von Ludger Lütkehaus

4 Bände im Pappschuber, zusammen 1974, gebunden,  Euro 179.-

ISBN 978-3-86569-113-7

Fritz Mauthners monumentale Geschichte des abendländischen Atheismus spannt einen Bogen von der europäischen Antike über Teufelsfurcht und Aufklärung im sogenannten Mittelalter, die Entstehung der Wissenschaften zu Beginn der Neuzeit bis hin zum Materialismus des 19. Jahrhunderts. Geschrieben in den Jahren 1920 bis 1923, ist Mauthners Werk eine einzigartige Kulturgeschichte des Abendlandes vom Standpunkt der religiösen Befreiung.
Fritz Mauthner (1849-1923) ging insbesondere als radikaler Kritiker der Sprache in die Geistesgeschichte ein. Bereits sein dreibändiges Werk Beiträge zu einer Kritik der Sprache (1901/1902) zeichnete sich aus durch eine kritische Grundhaltung gegenüber der Metaphysik, die in seiner Geschichte des Atheismus noch einmal verschärft wird. Mauthners Ziel ist die Befreiung vom Gottesbegriff. Neben den Atheisten werden deshalb auch die Lehrer der Vernunft- oder Naturreligion, die Deisten und die Pantheisten, ebenso einige Reformatoren und andere Ketzer dargestellt: kurz, viele, die zur Befreiung vom „Gotteswahn“ beigetragen haben und von anderen Geschichten des Atheismus nicht oder zu knapp behandelt werden. Dabei besticht die Detailfülle ebenso wie das weite Panorama, das Mauthner sprachgewaltig und getragen von souveränem Wissen vor den Lesern ausbreitet.

Weite Informationen zum Werk

Informationen zum Herausgeber

Ludger Lütkehaus, geboren 1943, lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg und ist einer der anerkanntesten Geisteswissenschaftler Deutschlands.
Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu philosophischen Themen. Zuletzt erschien von ihm: Vom Anfang und vom Ende. Zwei Essays (Insel, 2008). Besondere Beachtung fand seine bei Haffmans erschienene Schopenhauer-Ausgabe (1988), die als Referenzausgabe gilt. Sein Opus magnum Nichts. Abschied vom Sein, Ende der Angst liegt jetzt bei „2001“ in der achten Auflage vor.
Lütkehaus ist Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung und vertritt die Position einer radikalen Aufklärung. 2009 erhielt Lütkehaus den Friedrich-Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt.